Rohstoff für nachhaltige Energie und Mobilität
Die weltweite Lithiumnachfrage dürfte bis 2030 auf 2,5–3,3 Millionen Tonnen Carbonatäquivalent pro Jahr steigen.
Lithium ist unverzichtbar: Batterien heute, Kernfusion morgen
Lithium ist der Grundstoff der globalen Energiewende und steckt in den Geräten und Systemen, die das moderne Leben prägen. Der weltweite Verbrauch erreichte 2025 rund 263.000 Tonnen Lithiuminhalt — etwa 1,4 Millionen Tonnen Carbonatäquivalent — getrieben von Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen, Unterhaltungselektronik und netzgebundenen Speichern. Lithium ist das leichteste Metall, und genau diese Eigenschaft verleiht Lithium-Ionen-Zellen zusammen mit dem elektrochemischen Potenzial die Energiedichte, die Elektrofahrzeuge für alltagstaugliche Reichweiten brauchen.


Lithium: Energie für morgen
Bis 2030 dürfte die Lithiumnachfrage 2,5 bis 3,3 Millionen Tonnen Carbonatäquivalent pro Jahr erreichen — rund das Zwei- bis Zweieinhalbfache des Niveaus von 2025. Der Zuwachs kommt aus der Elektrofahrzeugflotte, die sich nach Erwartung der Internationalen Energieagentur zwischen 2025 und 2035 mehr als versechsfacht, und aus dem schnellen Ausbau stationärer Speicher für erneuerbare Netze. Für die Batterienachfrage selbst werden rund 27 % Wachstum pro Jahr prognostiziert: etwa 4.700 Gigawattstunden im Jahr 2030 gegenüber 285 Gigawattstunden im Jahr 2019.
Über Batterien hinaus ist Lithium für die Kernfusion entscheidend: Lithium-6 erbrütet den Brennstoff Tritium, und Lithium dient der Konditionierung der Reaktorwände — die Aussicht auf saubere, praktisch unbegrenzte Energie. Lithium ist außerdem in der Pharmaindustrie von Bedeutung, etwa bei der Behandlung bipolarer Störungen, und in der Fertigung, wo es Glas und Keramik härtet. Die weltweite Minenproduktion stieg von rund 82.000 Tonnen Lithiuminhalt im Jahr 2020 auf etwa 290.000 Tonnen im Jahr 2025 — nahezu 1,5 Millionen Tonnen Carbonatäquivalent. Recycling wird künftig einen wachsenden Teil der Nachfrage decken, den Bedarf an neu gefördertem Lithium aber nicht ersetzen.
Die vertraglich gesicherte Sole aus der lithiumreichen Zone von Nor Lípez ermöglicht eine Produktion von rund 80.000 Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität pro Jahr. Das gesamte Projekt nutzt nur 2 % der Fläche des Salar de Uyuni. Der Produktionsbeginn ist für Ende 2026 vorgesehen.
Unsere Arbeit am Salar de Uyuni
Der Salar de Uyuni birgt die größte bekannte Lithiumressource der Welt. Bislang galt sie als wirtschaftlich nicht erschließbar, weil die Sole den höchsten Magnesiumgehalt aller großen Vorkommen aufweist — genau das Problem, an dem herkömmliche Verfahren scheitern.
Boliviens Programm für evaporitische Ressourcen — heute das Staatsunternehmen YLB (Yacimientos de Litio Bolivianos) — errichtete am Salar de Uyuni große Verdunstungsbecken für die Produktion von Kaliumchlorid und Lithiumcarbonat; das erste ging 2018 in Betrieb. Der Umbau und die Erweiterung dieser Becken erwiesen sich als langwierig und teuer.
Unser Projekt ist davon unabhängig. Die Anlage entnimmt jährlich 12,23 Millionen Kubikmeter Sole aus der lithiumreichen Zone von Nor Lípez — über das bestehende Brunnenfeld von YLB, ohne neues Brunnenfeld — bei einem Gehalt von 1,5 g/l Lithium und 82 % Ausbeute.
ACISA hat ein Verfahren entwickelt, das Magnesium mit der Chemie der Sole selbst entfernt und hochreines Lithiumcarbonat ohne Verdunstungsbecken erzeugt: mechanische Verdampfung und kontrollierte Kristallisation treten an deren Stelle. Keine exotischen Reagenzien, keine unerprobten Schritte. Ein wesentlicher Vorteil: Es wird kein zusätzliches Wasser benötigt — die Anlage gewinnt ihr Wasser aus der Sole, und der Überschuss geht an die umliegenden Gemeinden.

ACI Systems Alemania in Bolivien
Das Projekt erzeugt Lithiumcarbonat in Batteriequalität (Li₂CO₃, >99,5 %) aus der Sole der lithiumreichen Zone von Nor Lípez am Salar de Uyuni. Zuerst entsteht eine Pilotanlage mit 10.000 t/Jahr, die ab dem dritten Jahr kommerziell läuft; danach folgt die Hauptanlage mit 80.000 t/Jahr ab dem sechsten Jahr.
Verfahrensroute C kommt ohne Verdunstungsbecken aus: mechanische Verdampfung und kontrollierte Kristallisation ersetzen sie, wodurch die Anlage netto Wasser erzeugt statt verbraucht. Die Energieversorgung ist autark und netzunabhängig — ein Photovoltaikfeld mit Batteriespeicher und ein solarthermisches Feld für die Prozesswärme. Der bolivianische Staat hält 51 %, der private Partner 49 % — und dieser finanziert 100 % des Eigenkapitals.

Zahlen aus dem technisch-wirtschaftlichen Modell des Projekts und der hydrogeologischen Bewertung der Phase 0. Beschreibung, keine Bewertung.